Wir alle kennen die Hinweise über den Nervus Radialis aus diversen Workshops und den Erklärungen der Risiken in diesem Zusammenhang. Das hat wohl alles seine Berechtigung nur ist der radialis meist nicht der Übeltäter, wenn tatsächlich etwas passiert.
Bei korrektem fesseln mit fortgeschrittenen Kenntnissen passiert meist nichts.

Auftretende Probleme mit einer teilweisen oder kompletten falling Hand mit kribbeln wie bei eingeschlafenen Händen bis vor in die Fingerspitzen hat meist eine andere Ursache.
Es sind dies der nervus medianus und nervus ulnaris die solche Probleme verursachen. Um dieses Risiko möglichst gering halten zu können, müssen wir außer den Druckentlastungen für die Brustwirbelsäule auch die Seilführung auf dem Rücken des Bondagemodels verändern.

Dies beginnt damit dass wir bei der Fesselung der Handgelenke möglichst immer die Variante wählen, wo das Bondagemodel eine große Armfreiheit genießt und diese im geschlossenen Zustand der Fesselung so legen kann wie es am angenehmsten ist.
Es besteht da ein direkter Zusammenhang mit Nervenverlauf und gesicherter Durchblutung.
Bei der geschlossenen Fesselung aller TK Varianten im Standard auf dem Rücken und der spiegelverkehrten Ausführungen soll die Ellenbeuge immer mehr als 45 Grad geöffnet sein. Auch dies ist für den Zusammenhang Durchblutung und mögliche Nervenirritationen wichtiger als bisher bekannt.

Die Veränderungen der Seillagen ober und unterhalb der Brust inclusive der Chinches machen wir so wie es auch im Buch bei den Druckentlastungen beschrieben wurde.

Die Veränderungen insgesamt sichern den Erfolg.

Aus diesem Grund haben wir uns auch entschlossen, die Veränderungen nochmals bildlich zu dokumentieren. Das erfordert die Tutorials nochmals neu zu machen, um diese dann in der neuen Form ins Buch zu übertragen.

Auch diese Varianten sind mit den beschriebenen Veränderungen bereits erprobt und funktionieren einwandfrei.