Um das Restrisiko möglicher Nervenbelastungen und Durchblutungsstörungen klein zu halten gibt es ausschlaggebende Dinge die zu beachten sind.

Es ist nach der Entlastung der Brustwirbelsäule die Seilführung beim Takate Kote unterhalb der Brust und die dortigen Chinches. Dies hat direkt Auswirkung auf die tiefer liegenden Muskelschichten im Nacken und oberen Schulterbereich. Und da im Rücken entlang des Rückenmarks alle Nerven gebündelt ins Hirn führen, hat eine Be- oder Entlastung der unteren Rückenmuskulatur automatisch direkten Einfluss auf die Nerven.

Alle über den Schulter und Oberarmbereich in Richtung der Finger verlaufenden Nerven sind bei Shibari davon besonders betroffen. Es gibt Abhandlungen in Kinbaku Today oder von Clover die dieses Thema genauso behandeln wie wir auf der Suche nach Sicherheitsmaßnahmen oder Lösungen.

Nach den Seillagen unterhalb der Brust und der  gesetzten Chiches kommt es genauestens darauf an, wie der Winkel der Ellenbeuge zum Oberarm ist. Und zwar nachdem die Seillagen oberhalb der Brust verschlossen wurden. Je weiter der Winkel geöffnet ist umso besser.

Die hinter dem Rücken verschränkten Arme sollten im Handgelenksbereich soviel Freiraum haben, dass das Bondagemodel Sie jederzeit so legen kann wie es ihr am angenehmsten ist. Zu enge Armhaltung verfehlt den gewünschten Effekt.

Das Ziel ist, mit den davor gemachten Druckentlastungen und den speziellen Anpassungen hier das Risiko für Nervenirritationen auf ein bisher nie dagewesenes Minimum zu beschränken. Das wird auch vor allem dadurch erreicht, dass durch die Armhaltung und die veränderte Seilführung eine gesicherte Durchblutung erreicht wird. Stimmt diese so wird das Risiko irgendwelcher nervlicher Belastung zusätzlich herabgesetzt.

Die detaillierten Anpassungen bei der Seilführung und den Chinches überarbeite ich gerade in unserem Buch. Nach deren Fertigstellung lasse ich es als zweite Auflage veröffentlichen.